Lauch-Kokos-Suppe
Erstellt am 4. Mai 2018 in Rezepte
Wie vor ein paar Wochen in meinem Artikel über Bohnen versprochen gibt es heute ein leckeres Rezept, das zudem noch ausgesprochen gesund ist. Nicht nur sind Kichererbsen Teil des Rezepts, es kommt auch noch eine Menge Wintergemüse rein. Die Inspiration zu diesem Rezept kommt aus einem Kochbuch, das nur pflanzliche Lebensmittel verwendet. Ich habe die Zutaten sowie die Zubereitungsart etwas verändert, bis mir das Resultat perfekt geschmeckt hat.
Warte. Du fragst dich sicher, warum ein Rezept mit Wintergemüse genau jetzt kommt. Ich weiß, es ist schließlich schon Anfang Mai. Die Verspätung liegt daran, dass wir die letzten Wochen umgezogen sind, und da musste meine Planung etwas aufgeschoben werden.
Da es bei uns in der Schweiz immer noch Lauch und Kartoffeln zu kaufen gibt, ist ein letztes Winterrezept selbst im Frühling in meinen Augen jedoch absolut angebracht. Und weil das Rezept einer meiner liebsten ist, will ich es dir auf keinen Fall vorenthalten.
Übrigens war ich seit meinem letzten Blog-Beitrag nicht vollkommen untätig. Ich habe am Launch meines neuen YouTube-Kanals gearbeitet, der Hand in Hand mit meinem Blog läuft. Falls du Lust hast, dir mein erstes Video (das Rezept für die Lauch-Kokos-Suppe) auf Youtube anzuschauen, dann wirst du sicher fest stellen, dass das Video auch schon eine Weile auf den Upload wartet. Ich hoffe, dass du mir das nicht übel nimmst. 🙂
Auch wenn noch ein paar Umzugskisten bei uns auf das Auspacken warten, will ich dir dennoch endlich das fabelhafte Rezept der viel versprochenen Suppe geben. Hier ist es!
Lauch-Kokos-Suppe
Für 4-6 Portionen

Zutaten:
- 2-3 Stangen Lauch
- 500 g Kartoffeln, festkochend
- 2 Knoblauchzehen
- 750 ml Wasser
- 1 Tl Kräutersalz
- 1 Tl Boullion-Paste oder Gemüsebrühe-Pulver
- 1/2 Tl Chiliflocken
- 1 Dose Kokosmilch
- 1 Dose Mais, abgetropft
- 2 Dosen Kichererbsen, abgetropft und abgespült
- Extra Kräutersalz, Salz, Pfeffer oder Tabasco zum Nachwürzen
Zubereitung:
Dem Lauch die Wurzeln sowie das dunkle Grün, das schon etwas welk ist, entfernen. Dann mit einem scharfen Messer vorsichtig einmal der Länge nach einschneiden, je nachdem wie dick die Stangen sind kann das 1-2 cm tief sein. Jetzt die einzelnen Lagen etwas auseinander fächern und unter fließendem Wasser abspülen, bis keine Erdreste mehr zu finden sind. Nun die Lauchstangen in ca. 1 cm breite Ringe schneiden.
Die Kartoffeln gründlich waschen und nur nach Bedarf schälen, in dieser Suppe sind sie nämlich auch ungeschält der Hit. So bleiben mehr Nährstoffe enthalten. In dem Fall vielleicht darauf achten, dass Kartoffeln in Bio-Qualität verwendet werden. Nun die Knollen in ca. 1 cm große Würfel schneiden.
Auch den Knoblauch schon für die Knoblauchpresse vorbereiten. Dazu das Messer mit der flachen Seite auf den Zehen hin und her wiegen, bis es leicht knackt. Dann kann die Schale ganz leicht abgezogen werden. Falls keine Knoblauchpresse zur Hand ist, die Zehen fein hacken. Meiner Erfahrung nach verteilt sich das Knoblauch-Aroma jedoch besser in der Suppe, wenn er gepresst wird.
In einem Schnellkochtopf das geschnippelte Gemüse mit etwas von dem Wasser auf höchster Stufe andünsten. Öl brauchen wir an dieser Stelle nicht. Später kommt durch die Kokosmilch noch genug Fett dazu, das die Suppe schön sämig machen wird. Den Knoblauch in die Suppe pressen und das Gemüse mit einem Löffel vom Boden lösen. Jetzt den Deckel nur auflegen, nicht verriegeln (!) und das Gemüse ca. 5 min. dünsten lassen.
Als nächstes kommen die Gewürze inklusive Boullionpaste, sowie das restliche Wasser und die ganze Dose Kokosmilch dazu. Gut umrühren und immer noch auf höchster Stufe wieder aufkochen lassen. Jetzt die restlichen Zutaten zugeben, nochmal kräftig umrühren und den Deckel auf den Topf legen und verriegeln.
Hab keine Angst vor deinem Schnellkochtopf! So geht es nämlich ganz einfach: Den Herd auf höchster Stufe lassen und warten, bis der erste Ring vom Druckventil zu sehen ist. Dann sofort auf die kleinste Stufe runter schalten und darauf achten, dass sich das Druckventil nicht über den zweiten Ring hinaus in die Höhe hebt. Kommt das doch vor ist das gar nicht weiter schlimm, einfach schnell von der heißen Platte ziehen und warten, bis er wieder ein bisschen runter geht.
Hat das Druckventil die gewünschte Position zwischen den beiden Ringen erreicht, einen Wecker auf 5 Minuten stellen und in der Zeit immer mal wieder schauen, dass der Druck im Topf weder zu wenig noch zu viel wird. Wenn die Kochzeit um ist, den Herd ganz ausschalten und einfach warten, bis das Druckventil von selber wieder ganz runter kommt. Das kann rund 10 Minuten dauern. Ist er nach 15 Minuten noch nicht unten, einfach auf das Ventil drücken und den restlichen Druck raus lassen. Erst jetzt kann der Deckel geöffnet werden.
Dass die Suppe beim Öffnen des Deckels flockig aussieht, ist ganz normal. Einfach kräftig umrühren, und schon zeigt sich ihre super cremige Konsistenz. Jetzt nach Geschmack nachwürzen, beispielsweise mit Kräutersalz, Salz, Pfeffer oder Tabasco-Sauce. Nach Belieben ein Stück Brot dazu reichen.

Guten Appetit! 🙂
Meine Tips:
Kichererbsen passen aufgrund ihres milden Geschmacks und der wachsigen Konsistenz in meinen Augen am allerbesten zu dieser Suppe. Falls du andere Hülsenfrüchte lieber hast, kannst du sie jedoch beliebig austauschen.
Wenn du getrocknete Kichererbsen zu Hause hast, kannst du natürlich auch die verwenden. Dafür ist jedoch etwas Vorausplanen nötig: 250-300 g trockene Kichererbsen in der drei- bis vierfachen Menge kaltem Wasser für mindestens 8 Stunden (z.B. über Nacht) einweichen lassen. Dann abtropfen lassen und abspülen und für eine Stunde in einem herkömmlichen oder 15 Minuten in einem Schnellkochtopf garen. Dafür die Hülsenfrüchte im Topf mit so viel Wasser bedecken, dass es ca. 2 cm höher steht. Das Kochwasser abschütten und die Kichererbsen wie im Rezept beschrieben weiter verarbeiten.
Falls du keinen Schnellkochtopf zur Verfügung hast, kannst du die Suppe natürlich trotzdem machen. Es wird in einem normalen Kochtopf etwas länger dauern, und es mag sein, dass die Suppe nicht ganz so einheitlich sämig und cremig wird. Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, weil ich die Zeit- und Energiesparende Zubereitungsart mit meinem Schnellkochtopf liebe, aber du solltest die Suppe mindestens für 25-30 min. köcheln lassen.
Ich werde das in mein Instant Pot machen! Sieht lecker aus!
Liebe Whitney, das ist eine super Idee! Hier gibt es die nur schwer zu kaufen, daher mache ich es noch im “altmodischen” pressure-cooker. 😉